Seligsprechung

Einleitung des Verfahrens zur Seligsprechung von Pater Franz Reinisch

 

Die Herz-Jesu Provinz der Pallottiner hat sich mit der Bitte an den Bischof von Trier gewandt, ein Verfahren zur Seligsprechung des Pallottinerpaters Franz Reinisch zu eröffnen, der 1942 in Brandenburg  hingerichtet wurde, weil er den Fahneneid auf Adolf Hitler verweigerte, den er für einen Antichristen und Verbrecher hielt. Das hat heute das Bischöfliche Offizialat bekanntgeben.

 

Am Osterdienstag 1942 erhielt Pater Reinisch die endgültige Einberufung in die Wehrmacht. Damit begann sein entscheidender Lebensabschnitt. Im vollen Bewusstsein der Folgen, die sein Handeln nach sich zog, rückte er einen Tag später, als der Gestellungsbefehl es forderte, ein. Den Fahneneid auf Hitler lehnte er aus Gewissensgründen ab, wohl wissend, dass diese Weigerung schwere Strafen nach sich ziehen würde.

 

Am 7. Juli 1942 wurde Pater Reinisch vom Reichskriegs-gericht zum Tode verurteilt und am 21. August 1942 in Brandenburg durch das Fallbeil hingerichtet. Schon bald nach seiner Hinrichtung wurde Pater Reinisch als „Märtyrer des Gewissens“ bezeichnet und verehrt. Als solcher soll er auf Antrag der deutsch-österreichischen Herz-Jesu-Provinz  der Pallottiner seliggesprochen werden. Der Bischof von Trier hat dieses Anliegen aufgegriffen und das „Nihil obstat“ des Heiligen Stuhles für die Einleitung eines Seligsprechungsverfahrens eingeholt.

 

Am 28. Mai 2013 wurde der Seligsprechungsprozess für P. Franz Reinisch offiziell eröffnet. Aus diesem Anlass wurden P. Heribert Niederschlag SAC als Postulator und P. Dr. Adalbert Kordas ofm als Vizepostulator sowie die Mitglieder der Historikerkommission vereidigt.