Aktuelles

"Konzert der Stille"

Auf den Spuren von P. Franz Reinisch beim "Mittelrhein Musik Festival"

KONZERT DER STILLE

DER PROPHETISCHE PROTEST DES PALLOTTINERS FRANZ REINISCH

BIOGRAFISCHER DIALOG MIT MUSIKALISCHER BEGLEITUNG

 

FR, 22. AUGUST 2014, 19:30 UHR

Vallendar-Schönstatt, Pallottikirche

 

In Vallendar-Schönstatt fand der Tiroler Pallottiner-Pater Franz Reinisch seine spirituelle Heimat. Sein Gewissen verbat es ihm, den Fahneneid auf Hitler zu leisten – eine einsame Entscheidung, die er in der Kapelle von Schönstatt fällte und die ihn auf das Schafott brachte.

Als einziger katholischer Priester setzte er mit seinem Protest ein Zeichen gegen das mörderische Hitler-Regime. „Wenn ich einmal oben bin, werde ich manche Rose auf die Erde werfen.“ Und sein Vermächtnis lebt – heute stärker denn je.

Eine musikalische Spurensuche nach dem Wagnis der Freiheit.

 

Lesung:

Prof. P. Dr. Heribert Niederschlag SAC und Katrin Wolf

 

Orgel: Gisbert Wüst

 

Karten

5,- Euro

freie Platzwahl

 

Ticket-Hotline 0651-9790777

 

Örtlicher VVK:

Philosophisch-Theologische Hochschule

Empfang/ Pallottistraße 3 · Vallendar · Telefon 0261 – 6402220

 

Tourist-Information Forum Confluentes

Zentralplatz 1, 56068 Koblenz

Telefon: 0261/19433,Telefon: 0261/1291610 (Romanticum),

E-Mail: Touristinformation‎@‎koblenz-touristik.de

 

Weitere Informationen unter: www.mittelrheinfestival.de und www.mittelrheinmusikfestival.blogspot.de

 

Zur Vorstellung des kompletten Programms des Mittelrhein Musik Festivals 2014 geht es hier.

Blühender Gruß aus Innsbruck

Blumen zur Priesterweihe schmücken Reinischs Grab

Vallendar, 1. Juli 2014. Es sind 15 weiße und 15 gelbe Rosen, die seit Sonntag das Grab von Pater Franz Reinisch am Urheiligtum in Vallendar-Schönstatt schmücken. Die edlen Blumen sind ein Gruß aus Österreich. Das Ehepaar Gottfried und Rosa Rießlegger aus Innsbruck hat im Auftrag des Freundeskreises von Pater Reinisch das blühende Geschenk übermittelt. Damit gedenken die Mitglieder dem Jahrestag der Priesterweihe ihres Landsmannes. Diese wurde dem jungen Österreicher am 29. Juni 1928 durch Bischof Dr. Sigismund Waitz in der Tiroler Landeshauptstadt erteilt. 86 Jahre sind seitdem vergangenen. Das Andenken daran wird von Pater Franz Reinischs Verehrern weltweit bis heute bewahrt.

"Mittler zwischen Gott und Menschen"

Priesterweihe am 29. Juni 1928

Vallendar, 29. Juni 2014. Heute vor 86 Jahren feierte Pater Franz Reinisch seine Priesterweihe. Erteilt wurde ihm diese durch Bischof Dr. Sigismund Waitz am Fest Peter und Paul in Innsbruck. Pater Reinisch schreibt 1942 in seinem Tagebuch aus dem Gefängnis:

„Marienliebe und Papsttreue gelobte ich dem Hohenpriester Jesus Christus an diesem Tage zum Danke für die überaus große Gnade, als Mittler zwischen Gott und Menschen bestellt worden zu sein.“

Seine Mutter, Maria Reinisch, machte ihm an diesem Tag ein besonderes Primizgeschenk. Sie erzählte ihm von einem schicksalhaften Tag im Frühjahr 1903. Der kleine Franz war zuvor sehr krank geworden. Durch die Pfleger seiner Mutter gelangte er jedoch schnell wieder zu Kräften. Zum Dank fasste sie am Fronleichnamstag am Rande der Prozession einen Entschluss:

„Du warst kein halbes Jahr alt; als das Allerheiligste durch die Straßen getragen wurde, stand ich mit dem Kinderwagen am Wegrand. Wie nun der göttliche Heiland an uns vorbeikam, nahm ich dich aus dem Wäglein heraus und hob dich empor und sagte: Lieber Heiland, wenn Du dieses Kind zum Priester machen willst, ich schenke es Dir von Herzen. Ich schwieg und trug es als Geheimnis in meinem Herzen. Ich wollte nicht dich zum Priester zwingen. So ist nun für mich der heutige Tag eine ganz große Freude, daß der lb. Heiland mein Angebot damals angenommen hat. Werde nun ein würdiger Diener des Herrn. Ich werde von jetzt ab noch mehr für dich beten und opfern als bisher."

Rund vierzehn Jahre sollte Franz Reinisch seine Bestimmung dankbar erfüllen.

 

In „heiterer Gelassenheit“ feiert Heribert Niederschlag seinen 70. Geburtstag

Am Dienstag, den 20. Mai, vollendete Prof. P. Dr. Heribert Niederschlag SAC sein 70. Lebensjahr. Heribert Niederschlag wurde 1944 in Ottfingen bei Olpe im Sauerland geboren. Nach der Volksschule besuchte er von 1956 an das Hermann-Josef-Kolleg in Rheinbach. 1960 wechselte er auf das Städtische Gymnasium, wo er das Abitur ablegte. Wenige Monate danach begann er seine Noviziatszeit in Olpe. Dort legte er am 1. Mai 1966 seine Profess ab und begann unmittelbar danach seine Studien an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar, die er mit Titel eines Lektors der Theologie abschloss.

Am 5. Juli 1970 wurde er in der Pfarrkirche in Vallendar von dem Trierer Weihbischof Alfred Kleinermeilert zum Priester geweiht. Seine erste Seelsorgestelle war das Vinzenz-Pallotti-Krankenhaus in Bensberg. Heribert Niederschlag absolvierte seine Promotionsstudien an Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und im Johann-Möhler-Institut in Paderborn. Er war wissenschaftlicher Referent der Domschule in Würzburg und ab 1978 wissenschaftlicher Assistent für Moraltheologie.

Der Pallottiner wurde an derJulius-Maximilians-Universität Würzburgmit einer Arbeit zur ökumenischen Life-and-Work-Bewegung zum Dr. theol.promoviert.Seit 1981 dozierte er das Fach Moraltheologie und übernahm 1987 als Professor den Lehrstuhl für Moraltheologie an derPhilosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar.

Auf Initiative von Sr. Basina Kloos übernahm er im Jahr 2000 die Leitung des theologischen und spirituellen Studiengangs für Führungskräfte in kirchlichen Einrichtungen.

P. Heribert Niederschlag war Hochschulrektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Pallottiner in Vallendar. Am 16. Oktober 2012 wurde er emeritiert. An Ruhestand ist jedoch noch nicht zu denken: neben seinen Aufgaben als Rektor des Ethik-Institutes und Rektor der Kommunität der Pallottiner an der Hochschule beschäftigt ihn u.a. das Amt als Vorsitzender des Trägerübergreifenden Ethikrates im Bistum Trier.

Er war Postulatordes Seligsprechungsprozesses für Schwester Maria Julitta Ritz(1882 bis 1966). Zudem ist er Biograf vonPater Franz Reinisch(1903-1942) und begleitet seit Mai 2013 dessen Seligsprechungsprozess als Postulator.

P. Niederschlag bewegt viel – und ist ständig in Bewegung,- getreu seinem Lebensmotto, „in heiterer Gelassenheit". In seiner 33-jährigen Amtszeit als Lehrstuhlinhaber, Studiendekan, Prorektor und Rektor der Hochschule traf und forcierte er zukunftsweisende Entscheidungen. So ist es unter anderem auch seiner Initiative zu verdanken, dass die PTHV heute in gemeinsamer Trägerschaft von Pallottinern und Waldbreitbacher Franziskanerinnen steht. Zugleich öffnete sich die Hochschule unter seinem Rektorat einer weiteren Fakultät: seit 2007 sind hier auch Studenten der Pflegewissenschaften herzlich willkommen.

Heribert Niederschlags Leidenschaft gehört nicht nur dem geschriebenen, sondern vor allem dem gesprochenen Wort. Das machen sich viele Organisatoren zu Nutze und laden den beliebten Redner und Conférencier gerne dazu ein, ihre Veranstaltung mit einem Vortrag mitzugestalten und ihr gleichzeitig mit der für ihn charakteristischen wohldosierten Prise Humor die richtige Würze zu geben.

Und wenn es dann einmal ein kleines Schlupfloch ohne Termine gibt, dann zieht es den Naturliebhaber in die Stille der Berge. Hier kann er Kraft tanken für viele zukünftige Aufgaben, die es in heiterer Gelassenheit zu bewältigen gilt.

Übrigens: Fotos und Videos zur großen Geburtstagsfeier des Jubilars am 25. Mai an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar finden Sie hier.

 

Gestatten, Franz Reinisch!

Sein Leben, seine Familie, seine Entscheidung

P. Franz Reinisch hat viele Menschen bewegt mit seiner Gewissens-entscheidung, den Fahneneid auf Hitler zu verweigern und dafür in den sicheren Tod zu gehen. Doch um diese mutige Entscheidung verstehen zu können, muss man den Menschen Franz Reinisch begreifen, seinen Lebensweg bis zu dem für ihn schicksaltsträchtigen Jahr 1942 nachvollziehen. Das wollen wir u. a. auf dieser Homepage tun. Wie wuchs der kleine Franz auf? Wie war sein Verhältnis zu den Eltern und Geschwistern? Was waren seine Zukunftspläne, seine Vorstellung vom Leben als junger Erwachsener? Warum entschied er sich für das Priestertum? Welche Begegnungen stellten die Weichen für sein weiteres Leben? Wir wollen versuchen, Antworten zu geben. Zum Beispiel mithilfe seiner Tagebuchaufzeichnungen aus dem Gefängnis oder beim Blättern durch das Familienalbum. Wir möchten Ihnen Franz Reinisch vorstellen - lernen Sie ihn doch einmal näher kennen. Es lohnt sich!

Reinisch-Reise führt nach Innsbruck, Brixen und Bozen

Auf den Spuren von P. Franz Reinisch

Vallendar, April 2014. Auf den Spuren des P. Franz Reinisch wandeln, seinen Lebensweg vor Ort, an den Stätten seiner Jugend, erfassen - das war das Ziel einer kleinen Reisegruppe, die sich am Ostermontag auf den Weg nach Österreich und Italien machte. Die Reinisch-Reisenden, das waren: der Postulator des Seligsprechungsprozesses für P. Franz Reinisch, Prof. P. Dr. Heribert Niederschlag, der Regens des Erzbistums Bamberg, Martin Emge, die Medienschaffenden Angela und Pascal Nachtsheim sowie die Assistentin und Pressebeauftragte im Seligsprechungsprozess, Angela Marlier. Die erste Station: Maurach am Achensee. Von dort aus startete das Team am Dienstag nach Ostern zum ersten Etappenziel Innsbruck. Hier wuchs P. Franz Reinisch auf, besuchte die Universität und zelebrierte seine letzte hl. Messe, bevor er sich in Bad Kissingen zum Wehrdienst melden musste. Brixen in Südtirol, eine weitere Ortsmarke auf dem Reiseplan, markiert drei glückliche Jahre im Leben des Österreichers. Dort besuchte er von 1925 bis 1928 das Priesterseminar. Seine Lebensspuren finden sich auch in dem nahegelegenen Bozen wieder. Dort verbrachte der kleine Franz seine ersten Lebensjahre.

Die Aufgabenstellung für diese Reise gestaltete sich vielfältig: Der Postulator eines Seligsprechungsprozesses, in der so genannten "Causa Reinisch" ist dies Prof. P. Dr. Heribert Niederschlag, muss alle historischen Fakten überprüfen. Dazu gehörten bei dieser Reise auch Befragungen von Zeitzeugen, Nachfahren oder Verehrern. Zudem wurden an den Lebens- und Wirkungsstätten Franz Reinischs Aufnahmen und zusätzlich Interviews mit den von Pater Niederschlag befragten Zeugen gemacht. Das Ziel: das Leben und Wirken des Franz Reinisch nachhaltig zu dokumentieren. Seine Geschichte erzählen - auch in bewegten Bildern. Der fertige Film wird erst in einigen Monaten fertiggestellt sein. Unsere Reinisch-Reise ist mit dieser Etappe noch nicht zu Ende. Inzwischen jedoch laden wir Sie ein, einen Blick in unser Reisetagebuch zu werfen. Fortsetzung folgt.

 

Gedenkfeier für NS-Opfer

Erinnerung auch an Pater Franz Reinisch

Aktion "Stolpersteine" in Vallendar

Vallendar, 23.02.2014. Sie sind Mahnmale gegen das Vergessen und seit Jahren pflastern sie die Wege und Straßen in Städten und Dörfern in Deutschland und im europäischen Ausland. Die so genannten "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig sollen an das Schicksal derer erinnern, die im Dritten Reich aufgrund ihrer Religion oder ihrer politischen Einstellung von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert und ermordet wurden. In Vallendar wurden am Sonntag "Stolpersteine" für jüdische Mitbürger verlegt, die im Jahre 1942 aus ihren Häusern abgeholt, in verschiedene Konzentrationslager gebracht und dort auf grausame Weise ermordet wurden.

Und auch an ihn wurde erinnert, den Pallottiner-Pater Franz Reinisch, der seinem Gewissen folgte und sich, als einziger deutscher Prieser, gegen den Fahneneid auf Hitler entschloss und dafür am 21. August 1942 in Berlin-Brandenburg hingerichtet wurde.

-> Mehr zu der Aktion "Stolpersteine" lesen bei den Pressemeldungen und sehen Sie in einem Beitrag von wwtv und TV Mittelrhein hier.

„P. Franz Reinisch hat mein Leben geprägt“

Pallottiner-Pater war Vertrauter und Seelsorger

Leni Weingärtner kannte P. Franz Reinisch persönlich - Foto: Sonja Gembus

Buchen/Vallendar, 22.02.2014. In Buchen im Odenwald lebt eine der letzten Zeitzeuginnen, die P. Franz Reinisch zu Lebzeiten kannte. Leni Weingärtner, geb. Schilling, war 13 Jahre alt, als sie P. Reinisch in Untermerzbach kennenlernte. Der junge Pater ging schnell bei der Familie Schilling ein und aus, war immer ein willkommener Gast. Für die junge Leni wurde er bald ein wichtiger Vertrauter, der ihr bei Sorgen und Nöten beistand. Auch wenn es um Lebensentscheidungen ging, war Reinisch der jungen Frau ein verlässlicher Ratgeber. So stand er Leni zur Seite, als sie die Wahl zwischen zwei potentiellen Ehemännern hatte. In Gesprächen, persönlich und in Briefen, half er der Unentschlossenen dabei, eine Herzensentscheidung zu treffen. Die junge Leni Schilling heiratete Heinz Weingärtner und führte mit ihm, bis zu dessen Tod, eine – wie sie selbst sagt – sehr glückliche Ehe. Mit P. Franz Reinisch verband sie eine jahrelange Brieffreundschaft, die bis zu seiner Verurteilung zum Tode durch das Fallbeil im Jahre 1942 andauerte. Von seiner Gewissensentscheidung, den Fahneneid auf Hitler zu verweigern, erfuhr sie von ihm selbst. Wie viele andere versuchte auch sie, ihn umzustimmen. Doch Reinisch stand zu seinem Gewissen und blieb bei seiner Entscheidung, die für ihn tödliche Folgen haben sollte. Leni Weingärtner sagt heute: „Ich habe ihn damals nicht verstanden." Doch was ihr bis ins hohe Alter geblieben ist: „Ich bin Franz Reinisch dankbar. Er hat mein Leben geprägt." Noch heute betet sie zu ihm. Seine Briefe hat sie aufbewahrt. Wichtige Zeitdokumente, die das Leben und Wirken des mutigen Pallottiner-Paters eindrucksvoll skizzieren.

Ein Video zu dem Besuch bei Leni Weingärtner finden Sie hier.

Rosenpracht auf Reinischs Grab

Heimatdiözese sendet Blumenschmuck

Blumen aus der Heimat für P. Franz Reinisch

Vallendar, 6.02.14. Zehn weiße und 3 rote Rosen schmücken seit Samstag das Grab von Pater Franz Reinisch. Die edlen Blumen symbolisieren die Reinheit seines Herzens und das Blutzeugnis, das der Pallottiner-Pater mit dem Bekenntnis zu seinem Gewissen und dem damit verbundenen Protest gegen das verbrecherische Hitler-Regime ablegen musste. Anlässlich seines Geburtstages am 1. Februar wurde dieser Blumengruß von der Diözese Feldkirch in Österreich entsendet. Ein blühendes Zeichen dafür, dass der mutige Tiroler in seiner Heimatregion nicht vergessen ist.

Gedenken an Franz Reinisch

Pallottiner-Pater wurde am 1. Februar 1903 geboren

P. Franz Reinisch

Vallendar, 1.02.14. Heute vor 111 Jahren wurde Franz Reinisch als Sohn des Finanzbeamten Dr. Franz und dessen Frau Maria Reinisch im österreichischen Feldkirch-Levis geboren. 110 Jahre nach seiner Geburt, im Mai 2013, wurde der Seligsprechungsprozess für den Pallottiner-Pater durch den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann offziell eröffnet. Franz Reinisch wurde nur 39 Jahre alt, als er am 21. August 1942 von den Nazis in Brandenburg mit dem Fallbeil hingerichtet wurde. Er musste sterben, weil er zu seinem Gewissen stand - und auf keinen Fall den Fahneneid auf Hitler leisten wollte. Für Reinisch gab es keine Alternative: "Sooft ich auch mein Gewissen überprüfe, ich kann zu keinem anderen Urteil kommen: Und gegen mein Gewissen kann und will ich mit Gottes Gnade nicht handeln. Ich kann als Christ und Österreicher einem Mann wie Hitler niemals den Eid der Treue leisten."

Reinisch-Sonntag in Vallendar

Gedenkgottesdienst an Pater Reinisch in der Pallottikirche.

In Vallendar-Schönstatt ist zum ersten Mal der „Reinisch-Sonntag“ gefeiert worden. Der Tag war dem Gedenken an den Pallottiner Franz Reinisch, der am 21.08.1942 durch die Nationalsozialisten hingerichtet wurde, gewidmet. Der Reinisch-Sonntag begann mit einem Gottesdienst in der vollen Pallottikirche in Vallendar-Schönstatt. Gemeinsam mit dem Vallendarer Moraltheologen P. Heribert Niederschlag konzelebrierten insgesamt vier Pallottinerpriester und vier Schönstattpatres die Heilige Messe. Während seiner Predigt hob P. Niederschlag die herausragende Persönlichkeit von Franz Reinisch hervor, der den Mut hatte offen und öffentlich gegen das Nationalsozialistische Regime zu protestieren, indem er den Fahneneid auf Adolf Hitler verweigerte. Um sein Leben zu retten und Schaden von der Pallottinischen Gemeinschaft fernzuhalten, drängten seine kirchlichen Vorgesetzten P. Reinisch dazu, die Treuebereitschaft zu bekunden. Doch er weigerte sich, sagte P. Niederschlag in seiner Predigt: „Er konnte den Eid nicht leisten. Das hätte er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren können.“ In seiner Gefängniszelle schrieb er: „Es muss Menschen geben, die gegen den Missbrauch der Autorität protestieren; und ich fühle mich berufen zu diesem Protest“, zitierte der Hauptzelebrant. Im Folgenden betonte der Vallendarer Pallottiner den Mut Reinischs, seinem Gewissen zu vertrauen und zu seiner Gewissensentscheidung zu stehen, auch wenn dies Ungehorsam gegenüber seinen Oberen bedeutete.


Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich die Besucher zu einem kurzen Gebet am Grab von P. Reinisch in unmittelbarer Nähe der Schönstatt-Kapelle. Dabei wurde um die Seligsprechung des „Märtyers des Gewissens“ gebetet.

Seligsprechungsprozess eröffnet

Im gotischen Saal der hohen Domkirche zu Trier fand am 28. Mai 2013 die Eröffnung des Seligsprechungsprozesses von Pater Franz Reinisch statt.

Mit Bischof Stephan Ackermann leisteten auch die ernannten Amtsträger ihren Eid für ihre nun bevorstehenden Aufgaben ab.

 

Weitere Fotos finden Sie hier.

Hier geht es zur Pressemeldung der Bischöflichen Pressestelle.