Aktuelles

Information zu Reinisch-Denkmal

"Eisenhut in Feuerstein" erklärt sich nun von selbst

Liebe Reinisch-Freunde,

seit einigen Monaten erinnert nahe der "Alten Pforte" der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) ein künstlerisches Naturdenkmal an den unbeugsamen und gewissentreuen P. Franz. Gestiftet wurde der "Eisenhut in Feuerstein" von der Vallendarerin Gisela Radermacher.
Um zu verdeutlichen, für wen dieses ungewöhnliche Mal steht, haben wir nun eine kleine Bronzetafel und ein gläsernes Schild mit Informationen zu P. Reinisch anbringen lassen.
Zusätzlich stiftete Gisela Radermacher zwei Pflanzen der Gattung Eisenhut, die das Kunstwerk, gestaltet von dem Westerwälder Künstler Hans-Bernhard Olleck, von nun an thematisch ergänzen.
Wir freuen uns, wenn Sie bei einem Aufenthalt in Vallendar die Gelegenheit nutzen, hier einmal innezuhalten und P. Franz zu gedenken.

Bundesbrüder verfolgen P. Franz Reinischs bewegtes Leben

"Leopolden" erleben Vorab-Premiere der Reinisch-Doku

Liebe Reinisch-Freunde,

jeden ersten Montag im Monat kommen die Mitglieder des Vorarlberger Zirkels der katholischen österreichischen Hochschulverbindung Leopoldina (KÖHV Leopoldina) zu einem Treffen zusammen. Dazu laden sich die „Leopolden“ immer wieder einen Redner ein, der durch einen Vortrag Impulse setzen kann und darf.

Am 2. Mai 2016 durfte das Reinisch-Team, vertreten durch P. Heribert Niederschlag SAC und Angela Marlier, im österreichischen Dornbirn (Vorarlberg) rund dreißig Teilnehmern die neue Filmdokumentation „P. Franz Reinisch“ in einer Vorab-Premiere vorstellen. Das Team nutzte diese wunderbare Gelegenheit, erste Reaktionen zu seinem Projekt zu sammeln. Die „Leopolden“ zeigten sich zutiefst berührt von der Geschichte ihres aus Tirol stammenden Bundesbruders und versprachen, sein Andenken weiterhin lebendig zu halten.

„Immobiles sicut patriae montes!“ – „Unverrückbar wie die Berge der Heimat“. Der Leitspruch der "Leopolden" wurde zu P. Franz Reinischs Lebensmotiv, ein Leitsatz für seine Gewissenentscheidung. Aber auch ein Treueschwur an seine österreichische Heimat und an seine Bundesbrüder.

"Franz Reinisch - Opfer des Dritten Reiches"

"Radio Vatikan" widmet P. Franz ein "Aktenzeichen"

Liebe Reinisch-Freunde,

Radio Vatikan hat bereits im vergangenen Sommer einen Bericht über

P. Franz Reinisch "on air" gebracht. Nun, ein gutes halbes Jahr später, freuen wir uns über die Aufnahme unseres P. Franz in das Format "Aktenzeichen". Aldo Parmeggiani hat sich der Geschichte des Pallottiners angenommen: "Franz Reinisch – Opfer des Dritten Reiches". Am 20. März wurde der Beitrag gesendet - und hier können Sie sich den Bericht inklusive Interview mit dem Postulator des Seligsprechungs-prozesses, P. Dr. Heribert Niederschlag SAC, noch einmal anhören.

Geburtstag von P. Franz Reinisch

Franz Reinisch; Portrait von G. Hepp
Liebe Reinisch-Freunde,
am 1. Februar vor 113 Jahren wurde unser P. Franz in Feldkirch geboren.
Wir alle gedenken ihm und seinem Ehrentag auf vielerlei Art und

Weise. Durch Blumen auf seinem Grab neben der Gnadenkapelle in Schönstatt, durch unser weiterhin unermüdliches Wirken im Seligsprechungsprozess und die Verbreitung seiner Geschichte, durch ein stilles Gebet:

 
Gebet für seine Seligsprechung
 
Barmherziger Gott!
 
In Treue zu seinem Gewissen hat Pater Franz Reinisch
in schwerer Zeit sein Leben hingegeben
für Deine Ehre und für die Freiheit des Menschen.
Ich danke Dir für seinen Mut und sein Zeugnis.
Ich bitte Dich: Nimm ihn auf in die Schar Deiner Heiligen.
Gib mir ein lauteres und empfindsames Gewissen.
Hilf mir zu klaren und eindeutigen Entscheidungen.
Schenke mir den Mut, nach seinem Beispiel,
auch dann für die Wahrheit einzustehen,
wenn es schwer wird und Nachteile mit sich bringt.
Auf die Fürspreche von Pater Franz Reinisch
Erhöre mich in meinen Anliegen!
Dir sei Dank und Ehre in Ewigkeit. Amen.
 
Wir danken Ihnen allen für Ihre große Unterstützung!
 
Falls Sie gerne mehr über unsere Aktivitäten im Seligsprechungsprozess für P. Franz Reinisch erfahren möchten, dann schauen Sie doch einfach einmal in unseren aktuellen "Reinisch-Rundbrief". In diesem werfen wir einen Blick zurück auf das vergangene Jahr und informieren Sie über die Termine in 2016.

Reinisch-Freunde haben gewählt

"Stufen zum Licht" ist neues Cover von P. Dr. Heribert Niederschlags Publikation "Prophetischer Protest"

Liebe Reinisch-Freunde,
wir haben das neue Cover für die Neuauflage von P. Dr. Heribert Niederschlags Publikation "Prophetischer Protest - Der Entscheidungs- weg von P. Franz Reinisch"!
 
Mit zehn "Gefällt mir"-Angaben bei unserer Umfrage auf Facebook hat der Entwurf "Stufen zum Licht" eindeutig das Rennen gemacht! Vier Stimmen erhielt unser Vorschlag, der neben den "Stufen zum Licht" ein Fallbeil zeigt. Insgesamt zwei Reinisch-Freunde stimmten für unseren "Herbst"-Entwurf (eine Stimme wurde dafür am Dienstag abgegeben, eine weitere bereits am 16. Dezember bei der ersten Vorstellung unserer Cover-Vorschläge).
Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre Teilnahme!
Detaillierte Informationen zum Erscheinungsdatum der Neuauflage von "Prophetischer Protest" erhalten Sie zeitnah hier an dieser Stelle und natürlich auch auf Facebook und über Twitter.

Neues Cover für Neuauflage

Abstimmung auf Facebook noch bis Freitag, den 15. Januar

Liebe Reinisch-Freunde,

P. Heribert Niederschlags Publikation "Prophetischer Protest" über die Gewissensentscheidung P. Franz Reinischs geht in die Neuauflage! Und wir brauchen Ihre Unterstützung!
Suchen Sie mit uns gemeinsam das Cover aus. Wir haben drei Vorschläge auf unserer Facebookseite am Dienstag, den 12. Januar, online gestellt. Gefällt Ihnen eines der präsentierten Cover, dann zeigen Sie uns mit Ihrem Like des jeweiligen Fotos Ihren Favoriten. Noch bis Freitag, den 15. Januar, läuft unsere Abstimmung! Also: mitmachen, mitgestalten!
DANKE für Ihre Mithilfe!

 

Ihr Reinisch-Team

Frohe Weihnachten & ein gesegnetes Neues Jahr 2016!

Reinisch-Doku im Programm von k-tv

"Ein Mann steht zu seinem Gewissen" zu Weihnachten im TV

Liebe Reinisch-Freunde,

heute möchten wir Ihnen einen Programmtipp geben:
am Samstag, den 26. Dezember strahlt der Sender k-tv die Dokumentation "Pater Franz Reinisch - ein Mann steht zu seinem Gewissen" aus. Und es wird noch weitere Sendetermine geben, nämlich folgende:
SO    27.12.    21:30
MO    28.12.   11:30
DI      29.12.   18:30
MI      30.12.   09:30
DO     31.12.   23:00
FR      01.01.  17:30


Die Dokumentation über P. Franz Reinisch wurde 1989 von der Landesbildstelle Rheinland-Pfalz in Koblenz in Zusammenarbeit mit RAI Bozen und der Landesfilmstelle Südtirol Bozen produziert. Für die Redaktion zeichnete P. Klaus Brantzen verantwortlich.
Informationen zum Empfang von k-tv finden Sie hier.

Rosengruß zur Ersten Profess

Vor 85 Jahren legte P. Reinisch sein Ordensgelübde ab

Liebe Reinisch-Freunde,

heute vor genau 85 Jahren legte der junge Franz Reinisch die erste Profess ab. Mit dem Ordensgelübde festigte er die Zugehörigkeit zu der Gemeinschaft der Pallottiner. Diese feiert am gleichen Tag, den 8. Dezember, das Patrozinium ihrer Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar.
Beide Anlässe nahm der Freundeskreis von Franz Reinisch in Österreich unter Federführung von Gottfried und Rosa Rießlegger auch in diesem Jahr wieder zum Anlass, einen Blumengruß für P. Franz Reinischs Grab zu senden.
Rote und weiße Rosen – blühende Symbole für die Reinheit seines Herzens und das Blutzeugnis, das der mutige Pallottiner mit der Verweigerung des Fahneneides auf Hitler und der damit verbundenen Inkaufnahme seines gewaltsamen Todes durch das Fallbeil abgelegt hat.
Ein von Herzen kommendes DANKE an den Freundeskreis von
P. Franz Reinisch in Innsbruck für ihr großes Engagement!

Denkmal für P. Franz Reinisch

"Eisenhut in Feuerstein" hat seinen Platz gefunden

Liebe Reinisch-Freunde,

unser Erinnerungsmal für P. Reinisch, der „Eisenhut in Feuerstein“,hat endlich seinen festen Platz auf dem Gelände der Philosophisch Theo-logischen Hochschule in Vallendar gefunden. Am 3. Dezember wurde der „Schicksalstein“, wie ihn seine Spenderin Gisela Radermacher nennt, prominent an der „Alten Pforte“ platziert.
Der Westerwälder Künstler Hans-Bernhard Olleck hatte diesen vor einigen Monaten mit der Darstellung eines Eisenhutes verfeinert. Heinz Lempertz, langjähriger Geschäftsführer und Gründungsmitglied der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft, steuerte einen passenden Sockel bei, gefertigt von dem Bildhauer Hans Loosen aus Mendig.


Ihnen allen und auch den hilfreichen Händen von Peter Stäblein und Axel Schaaf vom PTHV-Technik-Team gilt ein großes & herzliches DANKE!

 

Gisela Radermacher hatte den Stein bereits im vergangenen Dezember anlässlich ihres 80. Geburtstages an den Postulator im Seligsprechungs-prozess, P. Heribert Niederschlag SAC, übergeben. Das Kunstwerk ist für sie eine Hommage an den gewissenstreuen P. Reinisch. Sein eiserner Wille, dem Gewissen zu folgen und sich gegen den Willen des Nazi-Regimes aufzulehnen, hat sie zu dieser einzigartigen Kombination von Stein und Pflanze inspiriert.

Ihren Steckbrief zum "Eisenhut in Feuerstein" finden Sie hier.

Stets dem Gewissen verpflichtet

P. Franz Reinisch SAC macht Schule

Wunderbare Neuigkeiten für das Reinisch-Team!


Nach Vorgabe des neuen Rahmenlehrplans in RLP für Gesellschaftslehre entstand unter der Moderation des Lehrers und Publizisten Peter F. Kirch, Koblenz, die neue Lehrwerkreihe "Raum- Zeit- Gesellschaft" beim Westermann Schulbuchverlag.
Angeregt durch Informationen zum Seligsprechungsprozess durch Timo M. Keßler, bestand für das Team kein Zweifel, das Schicksal von Franz Reinisch als regionales Beispiel gelebten geistlichen Widerstandes im Schulbuch zu integrieren. Kirch: "Im Kontext der Namen Geschwister Scholl und Dietrich Bonhoeffer sprach sich unser Schulbuchteam einhellig dafür aus, den Schülern Grundinformationen dieser herausragenden Persönlichkeit anzubieten und über die Aufgabenkultur Gründe für die Seligsprechung selbst herauszufinden."

 

Abbildung: M4 Stets dem Gewissen verpflichtet, S.29, RZG3 im Lehrplanmodul und Buchkapitel: "Totalitäre Herrschaft am Beispiel des Nationalsozialismus, S.9-45, Westermann Schulbuchverlag (c) 2016

Strahlendes Grab zu Allerheiligen

Florale Gestaltung lässt P. Reinischs Ruhestätte erblühen

Liebe Reinisch-Freunde,

an Allerheiligen gedenken wir, wie es die Bezeichnung des katholischen Hochfestes bereits andeutet, aller Heiligen und unserer geliebten Verstorbenen. Zu diesem Gedenktag gehört es auch, die Gräber feierlich zu schmücken. Viele Reinisch-Freunde sorgen bereits das ganze Jahr über dafür, dass P. Franz´ Ruhestätte neben dem Urheiligtum erstrahlt. Jeden Monat entsenden Mitglieder der Schönstatt-Familie aus verschiedenen Diözesen in Deutschland oder Österreich einen floralen Gruß.
Zu Allerheiligen spendete die Schönstatt-Familie der Diözese Bamberg auf Initiative des ehemaligen Regens Martin J. Emge ein wunderschönes Blumenkreuz. Und auch eine Rose durfte natürlich nicht fehlen. Von Herzen Danke dafür!
Das festliche Grab zum Gedenktag gestaltete erneut die Friedhofs-gärtnerei Michael Janssen aus Kleve. Bereits im April 2013 hatte das Ehepaar Monika und Hans-Gerd Janssen die Ruhestätten von P. Franz Reinisch, P. Albert Eise, Hans Wormer und Max Brunner erstmalig unter ihre fachmännischen Fittiche genommen. Seitdem setzen die Experten regelmäßig blühende Akzente auf den Gräbern.
Ein großes DANKESCHÖN für dieses großartige Engagement!

Liebe Reinisch-Freunde,

P. Peter Hinsen SAC durfte in der vorletzten Septemberwoche die "Kolumne der Woche" auf der Online-Präsenz der Pallottiner mit seinen Gedanken füllen. Unter dem Titel "Was hat Vorrang?" beleuchtet das Mitglied des Reinisch-Beirats auch die Gewissenentscheidung von P. Franz.

Was hat Vorrang?

von Peter Hinsen SAC

P. Peter Hinsen SAC; Foto: www.pallottiner.org

Jedes Leben verläuft anders. Mögen die Fragen auch ähnlich sein, die Antworten sind oft sehr unterschiedlich.

 

Der Pallottiner Franz Reinisch wusste um die Verpflichtung zum Wehrdienst, aber galt die auch unter dem Oberbefehl Hitlers? Sein Gewissen sagte nein. Diesem folgte er. Das kostete ihn am 21. August 1942 das Leben unter dem Fallbeil, genauso wie Franz Jägerstätter am 9. August 1943. Pater Reinisch war der einzige Pallottiner, auch der einzige Priester in Deutschland, der sich so entschieden hat. Viele Mitbrüder der pallottinischen Gemeinschaft, vor allem jene, die Schweres in Krieg und Gefangenschaft erlitten haben, waren auch noch Jahre später mit seiner Entscheidung absolut nicht einverstanden. Wer hat richtig gehandelt?

 

Ein anderer Fall aus unseren Tagen. Ein Generalbundesanwalt sieht sich zu Gehorsam und Loyalität gegenüber seinem dienstvorgesetzten Minister verpflichtet, aber auch seiner Aufgabe, ergebnisoffen dem Verdacht von schweren Straftaten nachzugehen und für Aufklärung zu sorgen. Was hat Vorrang?

 

Die Politik weiß sich angesichts der Flüchtlingsströme nicht mehr anders zu helfen, als rigoros alle abzuschieben, die in ihrem Herkunftsland nicht an Leib und Leben bedroht sind. Dennoch versuchen Christen Flüchtlinge im Kirchenasyl dem polizeilichen Zugriff zu entziehen und hoffen dabei auf die staatliche Toleranz. Gerechtfertigt oder nicht?

 

Viele Seelsorger setzen sich über das kirchenrechtliche Urteil hinweg, bestimmten Personen die Teilnahme am eucharistischen Mahl zu verweigern, und begründen dies mit dem Auftrag Jesu zur Barmherzigkeit. Dürfen sie so die kirchliche Autorität ignorieren?

 

In ähnliche schwierige Entscheidungssituationen – freilich von unterschiedlichem Gewicht und nicht immer vergleichbar - geraten täglich viele Menschen in der Kindererziehung, am Arbeitsplatz, auf der Intensivstation der Klinik oder im geschäftlichen Konkurrenzkampf. Nicht jeder hat den Mut zum Heldentum, zumal oft gar nicht so eindeutig klar ist, welche Entscheidung die richtige ist.

 

Die Erfahrung zeigt: die Vernunft ist eine ganz wichtige Instanz bei der Suche nach moralischen Urteilen. Darin sind sich alle großen Ethiker einig. Aber was unser Handeln nicht nur zu einem vernünftigen Handeln, sondern auch zu einem christlichen Handeln werden lässt, ist das Motiv: Es soll dem Willen des Herrn entsprechen.

 

Wenn ich nochmal auf P. Reinisch verweisen darf: Seine Entscheidung gründete nicht allein in der Vernunft, sondern ganz wesentlich in dem, was er als Willen des Herrn ansah. Das hat etwas mit Nachfolge Christi zu tun. Aber es muss ehrlich gesagt werden: Das Urteil darüber, was dem Willen des Herrn entspricht, kann sehr subjektiv und darum auch unter Christen durchaus unterschiedlich ausfallen. Und wer ihm folgt, muss unter Umständen große oder kleine Risiken in Kauf nehmen: da und dort anzuecken, Sympathien zu verlieren, bei Beförderungen übergangen zu werden, sein Amt zu verlieren oder gar sein Leben. Wer etwas werden will und darauf schielt, wie er am schnellsten das Karriereleiterchen hochklettern kann, der wird sich schwer damit tun, in der Nachfolge des Herrn zu bleiben. Doch wer sich dazu entschlossen hat, der darf auch darauf vertrauen, dass Gott letztlich das zum Guten führen wird, was in wacher Verbundenheit mit ihm begonnen wurde.

 

,,Seid nicht unvernünftig, sondern begreift, was der Wille des Herrn ist" (Eph 15, l7).

In Erinnerung an Leni Weingärtner (*01.04.1916 † 23.08.2015)


Diese Bilder stammen vom Februar 2014. Der Besuch bei Leni Weingärtner in Buchen im Odenwald war gleichzeitig der erste Drehtag für unseren Dokumentarfilm über P. Franz Reinisch. Wir trafen auf eine rüstige 97jährige, die noch vieles aus ihrer Jugendzeit zu erzählen wusste. Ganz besonders verknüpft mit diesen Erinnerungen war P. Franz.... Vertrauter, Seelsorger - ein Anker in manch stürmischen Zeiten des jungen Mädchenlebens.
 Wir, das Reinisch-Team, verdanken Leni Weingärtner vieles: starke Erinnerungen an einen mutigen Priester in Wort und in Schrift. So hat sie uns seine Briefe für den Seligsprechungsprozess überlassen, die sie über Jahrzehnte aufbewahrt hatte - obwohl P. Reinisch seine Freunde vor der Abreise nach Bad Kissingen ausdrücklich darum bat, seine Briefe zu verbrennen. Er wollte sie nicht in Gefahr bringen.
 Oft stand Leni Weingärtner während der vielen Jahre den verschiedenen Vertretern der Gemeinschaft der Pallottiner und der Schönstatt-Bewegung Rede und Antwort, was ihre Erinnerungen an P. Reinisch betraf. Viele hätten irgendwann bei einer erneuten Anfrage abgewunken. Als wir die Fränkin  jedoch im Dezember 2013 für ein Interview nicht nur für's Papier, sondern vor der Kamera, anfragten, da war sie sofort dabei. Mit ihren 97 Jahren wurde sie nicht müde, ihre Begegnungen mit Franz zu wiederholen, um Zeugnis abzulegen, für einen Mann, der ihr Leben zum Guten beeinflusst hatte und dessen Mut sie noch immer bewunderte. Obwohl sie bei dieser letzten Begegnung noch ganz klar formulierte. „Ich habe ihn damals nicht verstanden", und sie meinte damit seine Gewissensentscheidung, die ihn auf das Schafott brachte.
 Dennoch: sie war ihm dankbar, bis zum Lebensende. Er habe ihr Leben geprägt, sagte sie uns damals. Nun hoffen wir, dass er bei ihrem Übergang in die nächste Stufe, das ewige Leben, seine gute und schützende Hand begleitend in ihre gelegt hat.

 "Es war eine Entscheidung für Christus und gegen die Nazis.“

Postulator im Interview bei "Radio Vatikan"

v.l.: Angela Nachtsheim (Reinisch-Team), Pascal Nachtsheim (Reinisch-Team), Nina Oezelt (Radio Vatikan), Mario Galgano (Radio Vatikan), P. Heribert Niederschlag SAC (Postulator "Causa Reinisch") und Aldo Parmeggiani (Radio Vatikan); Foto: A. Nachtsheim
Radio Vatikan .mp3
MP3-Audiodatei [4.8 MB]

Liebe Reinisch-Freunde,

vor wenigen Wochen besuchte P. Heribert Niederschlag SAC mit einer Abordnung des Reinisch-Teams während eines Aufenthaltes in Rom den Sender "Radio Vatikan". Mit einer Geschichte wie der von P. Franz Reinisch im Gepäck wurde er dort mit offenen Armen als Interviewpartner empfangen. Das Gespräch mit der Redakteurin Nina Oezelt können Sie sich nun auch bei uns anhören. Weitere Informationen zu dem Hörfunkbericht über P. Franz Reinisch bei "Radio Vatikan" finden Sie hier.

Lebendiges Andenken an P. Franz Reinisch

Reinisch-Freunde überall erinnern an Pallottinerpater

Gedenken an P. Franz Reinisch; Foto: Angela Marlier

 

Ob in Oberkirch in der Erzdiözese Freiburg, in Bad Kissingen in der Diözese Würzburg, Meran in Südtirol oder Kirchmöser in der Diözese Magdeburg – dort und in vielen anderen Gemeinden weltweit wurde anlässlich seines Todestages in der vergangenen Wochen dem mutigen Pallottinerpater Franz Reinisch in den verschiedensten Formen gedacht.

Die Schönstatt-Männer von Oberkirch beispielsweise setzten ein zeitloses Zeichen – mit dem Aufstellen einer neuen Stele des von den Nazis hingerichteten Priesters, die dem Oberkircher Bildhauer Tobias Daniel Huber eigens zu diesem Anlass in Auftrag gegeben worden war. Das Monument nahe des Schönstatt-Zentrums Marienfried ziert ein Bronzerelief und das Spruchband der Männer: »Nichts ohne dich – nichts ohne uns« und wurde während der Gedenkstunde von Pfarrer Michael Dafferner feierlich gesegnet.

26 junge Leute gedachten im Gästehaus der Pallottiner in Meran in Südtirol dem mutigen Priester. P. Karl Schmickler SAC feierte gemeinsam mit ihnen einen Gottesdienst in seinem Gedenken. P. Franz Reinisch ist in der „Casa Pallotti“ fest verankert. Eines der beiden Wohnhäuser, das seit 1975 besteht, wurde seinen Namen „Franz Reinisch Haus“ getauft. Messingtafeln an den Häusern weisen auf die Biografien des Gründers des Pallottiner-Ordens Vinzenz Pallotti und von Pater Franz Reinisch hin.

In Bad Kissingen trafen sich rund fünfzig Verehrer am Reinisch-Denkmal auf dem ehemaligen Kasernengelände, um mit einem Wortgottesdienst an P. Franz zu erinnern. Organisiert hatte die Gedenkveranstaltung eine Reinisch-treue Gruppe rund um Schönstatt-Frau Erika Seller.

Bad Kissingen bedeutet einen Wendepunkt in P. Franz Reinischs leben. Hierher wurde er im April 1942 einberufen und hier verweigerte er kurz nach seiner Ankunft bereits den Fahneneid auf Hitler. Nur kurze Zeit später wurde er ins Gefängnis nach Berlin-Tegel gebracht. Am 7. Juli 1942 wurde er vom Reichskriegsgericht in Berlin-Charlottenburg zum Tode verurteilt. Am 21. August starb er im Zuchthaus Brandenburg-Görden unter dem Fallbeil.

Nicht weit vom Ort seiner Hinrichtung entfernt verabredeten sich auch in diesem Jahr wieder Jugendliche und auch Erwachsene zum "Reinisch-Treff". Seit Jahren verbringen aktuelle und ehemalige Schönstatt-Jungmänner eine Woche im August zeltend auf der Insel Kiehnwerder im Breitlingsee bei Brandenburg. Verbunden damit ist seit 1962 der Besuch und die Gestaltung einer Vigil-Nacht vom 20. zum 21. August in Kirchmöser im Andenken an P. Reinischs Todestag.

Fotos und weitere Informationen zu den Gedenkfeiern für P. Franz Reinisch finden Sie hier.

"Die Liebe zu Gott hat ihn verzehrt"

Reinischfreunde in Vallendar erinnern an den Pallottiner

Eine Statio zu seinem Todestag an seinem Grab und ein Gottesdienst in seinem Gedenken  - P. Franz Reinisch ist nicht vergessen. Seine mutige Gewissensentscheidung brennt in den Herzen seiner Verehrer. Sein Vermächtnis lebt - stärker denn je. "Der Diener Gottes Pater Franz Reinisch SAC lebt und stirbt als liebeglühender Apostel Christi. Bildlich gesprochen ist er eine Fackel der Liebe gegen die Fackel des Hasses."  Der Vize-Postulator des Seligsprechungsprozesses für P. Franz Reinisch, P. Adalbert Kordas ofm, bringt es in seiner Predigt während der Heiligen Messe am Sonntag auf den Punkt. "Das im tiefsten Glauben vollzogene Gewissens-Zeugnis von Pater Franz Reinisch ist mit einer leuchtenden Fackel vergleichbar." Ein Licht, dass für viele Gläubige heute noch sichtbar ist.

Alle Informationen zur Statio zum Todestag von P. Franz Reinisch am 21. August und zum Gedenkgottesdienst am 23. August finden Sie hier.

Gedenken an P. Franz Reinisch SAC

Statio und Gottesdienst erinnern an den mutigen Pallottinerpater

Am 21. August 1942 wurde P. Reinisch in Brandenburg hingerichtet. Auch in diesem Jahr wird diesem bedeutungsvollen Datum mit einer Statio an seinem Grab neben dem „Uhrheiligtum“ in Vallendar-Schönstatt gedacht. Um 20.15 Uhr versammeln sich am 21. August 2015 alle Reinisch-Freunde, um gemeinsam mit dem Vizepostulator des Seligsprechungsprozesses für Pater Franz, P. Adalbert Kordas ofm, dem mutigen katholischen Priester zu gedenken. Nur zwei Tage später, am 23. August, wird P. Kordas in einem Gottesdienst um 9.00 Uhr in der Hochschulkirche der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar (PTHV) in seiner Predigt an P. Franz Reinisch erinnern. 

Von Bruchsal bis Salzburg

Erlebnistagebuch zur 3. Etappe ist online

v.l. Angela Nachtsheim, Angela Marlier, P. Sascha-Philipp Geissler SAC, Pascal Nachtsheim, P. Heribert Niederschlag SAC

Liebe Reinisch-Freunde,
Ende Juni haben wir uns auf die dritte Etappe unserer Reinisch-Reise begeben. Sie wissen, wir wollen P. Reinischs Leben filmisch dokumentieren.Dieses Mal wollten wir die Kindheits- und Priesterjahre des Pallottinerpaters fokussieren und reisten von Bruchsal über Immenstaad am Bodensee bis nach Rankweil, Feldkirch, Salzburg und Friedberg bei Augsburg. Bereits im Frühjahr 2014 und im vergangenen April waren wir unterwegs. Viele von Ihnen haben unseren Weg auf den Spuren von Franz sicherlich mitverfolgt. Und wer dazu noch keine Gelegenheit hatte, kann dies gerne nachholen – und zwar hier.

Online-Infos zum "Reinisch Haus"

Marienberg in Bamberg ist auch im Internet präsent

"Reinisch Haus" auf dem Marienberg in Bamberg; Foto: Angela Nachtsheim

Liebe Reinisch-Freunde,

wir möchten Ihnen gerne eine Webpräsenz ans Herz legen, die Sie auch auf die Spuren von P. Franz Reinisch führen wird: www.marienberg.net. Hier finden Sie u.a. alle Informationen zum "Reinisch Haus" in Bamberg, das wir im Rahmen unserer Dreharbeiten im April in Bamberg besucht haben. Ein Besuch der Seite ist empfehlenswert, der Besuch vor Ort ein Muss für Reinisch-Freunde!

Gedenken an Priesterweihe

Rosengruß aus Innsbruck für P. Franz Reinisch

Liebe Reinisch-Freunde,

im Juni 1928 wurde P. Franz zum Priester geweiht. Anlässlich dieses besonderen Monats und auch wegen des Herz-Jesu-Hochfestes am vergangenen Freitag, dem 12. Juni 2015, haben unsere lieben Freunde aus Innsbruck, das Ehepaar Rosa und Gottfried Rießlegger und die dortige Schönstattfamilie, das Grab des Pallottinerpaters am Urheiligtum wieder erblühen lassen.

Traditionell entsendeten die Reinisch-Freunde einen Rosenstrauß in rot und weiß - Farben, die für die Reinheit seines Herzens und das Blutzeugnis stehen, das der Pallottiner-Pater mit dem Bekenntnis zu seinem Gewissen und dem damit verbundenen Protest gegen das Nazi-Regime ablegte.
P. Reinisch galt übrigens als großer Herz-Jesu-Verehrer und zog sich oft zum Gebet vor dem Herz-Jesu-Bildnis in der Jesuitenkirche in Innsbruck zurück.
Wir danken den Reinisch-Freunden aus der schönen Tiroler Landeshauptstadt!

Von Bad Kissingen bis Brandenburg

Erlebnistagebuch der "Reinisch-Reisenden" ist online

v.l. Angela Nachtsheim, Pascal Nachtsheim, Angela Marlier, Justizvollzugsbeamter Fuchs, Dr. Sylvia de Pasquale, P. Heribert Niederschlag SAC, Timo Michael Keßler, Regens Martin J. Emge; Foto: Timo Michael Keßler

Liebe Reinisch-Freunde,

rund zwei Wochen nach dem Start der viertägigen zweiten Etappe unserer Reinisch-Reise können Sie nun auch hier, nach einer ersten Veröffentlichung auf unserer Facebookseite, unsere Erlebnisse noch einmal nachlesen. Wie bereits anlässlich der ersten Dreharbeiten zu unserem Reinisch-Dokumentarfilm im April 2014, die uns nach Innsbruck, Brixen und Bozen führten, möchten wir Ihnen auch in diesem Jahr Einblick in unser Reisetagebuch gewähren.

Wir, das sind der Postulator des Seligsprechungsprozesses für P. Franz Reinisch, Prof. P. Dr. Heribert Niederschlag, der Regens des Erzbistums Bamberg, Martin J. Emge, die Medienschaffenden Angela und Pascal Nachtsheim, der Videojournalist Timo Michael Keßler sowie die Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragte im Seligsprechungsprozess, Angela Marlier.
Erleben Sie mit uns noch einmal Teil II unserer Reinisch-Reise - und zwar hier.

 „Kann man dem Gewissen trauen?”

KHG Marburg beschäftigt sich mit P. Franz Reinisch und der Gewissensfrage

Marburg, 29.04.2015. "Das Gewissen ist das Schlüsselthema unseres Lebens, aber wir tun uns schwer, genau zu unterscheiden, was im Alltag von uns gefordert ist. Wir können uns vieles vormachen. Und selbst wenn wir wissen, wo es lang geht bzw. gehen sollte, spüren wir häufig, dass wir nicht können, was wir wollen. Wir bewegen uns in diesem Spannungsfeld."

Mit dieser Einladung zu einem Vortragsabend mit Prof. P. Dr. Heribert Niederschlag erreichte der Gastgeber im Roncalli Haus in Marburg, Hochschulpfarrer Dr. Martin Stanke, am Mittwochabend rund 25 interessierte und diskussionsbereite Mitglieder der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG).

In den Fokus des Vortrages rückte der Postulator des Seligsprechungs-prozesses für P. Franz Reinisch auch dessen Gewissensentscheidung und beschrieb die damit verbundene Zerissenheit, die Reinisch während seiner Zeit im Gefängnis in Berlin-Tegel und im Zuchthaus Brandenburg-Görden, seiner Hinrichtungsstätte, quälte. Reinisch war sich bewusst, dass seine Entscheidung das Leben anderer, seiner Familie und auch seiner Gemeinschaft, negativ beeinflussen könnte. Mit dem Rückhalt seiner Eltern jedoch und im Vertrauen auf seinen Glauben blieb er seinem Gewissen treu und bezahlte dafür mit seinem Leben.

Eine Haltung, die im Anschluss an den Vortrag für viel Diskussionstoff sorgte und einen regen Gedankenaustausch mit dem Referenten initiierte.    

Die Katholische Hochschulgemeinde Marburg (KHG) besteht aus Studentinnen und Studenten, die aus dem Glauben an Jesus Christus heraus leben und nach Antworten suchen. Während des Semesters bietet das Team um Pfarrer Dr. Martin Stanke regelmäßig Veranstaltungen an. Weitere Informationen zur KHG finden Sie hier.

Unser Dank gilt Andreas Kratz, der uns freundlicherweise Fotos des Vortragsabends mit Prof. P. Dr. Heribert Niederschlag zur Verfügung gestellt hat.

Erinnerung an P. Franz Reinisch

Blühendes Gedenken bei Aktion "Stolpersteine"

Liebe Reinisch-Freunde,

am Dienstag, den 14. April 2015, fand in Vallendar erneut die Aktion "Stolpersteine" statt. Die Initiative des Künstlers Gunter Demnig soll an das Schicksal derer erinnern, die im Dritten Reich aufgrund ihrer Religion oder ihrer politischen Einstellung von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert und ermordet wurden. In Vallendar wurden am Dienstag "Stolpersteine" für jüdische Mitbürger verlegt, die aus ihren Häusern abgeholt, in verschiedene Konzentrationslager gebracht und dort auf grausame Weise ermordet wurden.

Und auch an ihn wurde nach einer vorangegangenen Aktion "Stolpersteine" im Februar 2014 erneut erinnert: den Pallottiner-Pater Franz Reinisch, der seinem Gewissen folgte und sich, als einziger deutscher Priester, gegen den Fahneneid auf Hitler entschloss und dafür am 21. August 1942 in Brandenburg hingerichtet wurde.

Unser Dank für diese Erinnerung an P. Reinisch gilt auch in diesem Jahr wieder der engagierten Vallendarerin Gisela Radermacher. Sie ist seit langem eine Reinisch-Verehrerin und hält den Pallottiner-Pater immer wieder im Gedächtnis der Öffentlichkeit wach.
Wie sehr das Gedenken vieler Vallendarer an P. Franz Reinisch noch immer blüht, demonstrierte der Bürgermeister der Stadt, Gerd Jung, mit der Überreichung eines bunten Frühlingsstraußes für dessen Grab.
Eine wunderbare Geste, für die sich das Team im Seligsprechungs-prozess für P. Franz Reinisch herzlich bedankt.