Aktuelles

Standing Ovations und berührte Herzen

Fantastisches Musical-Ensemble begeistert rund 700 Gäste

Video:           Timo Michael Keßler, Franz Reinisch Forum Vallendar

Musikrechte: rigma Musikverlag.

                     Wilfried Röhrig und Nina Mayer-Kotlenga GbR, Viernheim.
Und hier geht es zu Akt 2 und den Fotos der Uraufführung von Timo M. Keßler.

 

 

Liebe Reinisch-Freunde,

 

wir haben am vergangenen Samstag eine wundervolle Uraufführung von „GEFÄHRLICH Franz Reinisch - Musical über einen Aufrechten“ im Max-Littmann-Saal in Bad Kissingen erlebt.

Standing Ovations und minutenlanger Applaus. Die Urauf-führung von "GEFÄHRLICH Franz Reinisch - Musical über einen Aufrechten" in Bad Kissingen am vergangenen Samstag hat all unsere Erwartungen übertroffen.

Der Komponist und Autor Wilfried Röhrig hat es mit seinem Ensemble - bestehend aus exzellenten Solisten und tollen Nebendarstellern, Tänzern und Chor - geschafft, die rund 700 Gäste zu fesseln, sie im tiefsten Innern zu bewegen und deren Herzen zu berühren.

Was vor drei Jahren als ungewöhnliche Idee begann, hat nach intensiver Vorbereitungszeit Form angenommen. Die Zeit ist reif, P. Franz Reinischs Geschichte ins Rampenlicht zu rücken!

Markus Hauck von der Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats Würzburg hat den Abend im Zeichen von P. Franz Reinisch zusammengefasst. Seine Eindrücke in Wort und Bild finden Sie hier.

Infiziert mit dem "Reinisch-Virus"

Radio-Interviews mit Reinisch-Kenner Franz-Josef Tremer

Liebe Reinisch-Freunde,

 

die Radioredaktion des Bistums Würzburg und auch Radio Horeb berichten über Pater Franz Reinisch und über die Uraufführung von "GEFÄHRLICH Franz Reinisch - Musical über einen Aufrechten" am 14. April um 19.00 Uhr im Max-Littmann-Saal in Bad Kissingen.

 

Bernadette Weimer (Radioredaktion Bistum Würzburg) und Oliver Gierens (Radio Horeb) haben mit dem Reinisch-Kenner Franz Josef-Tremer über den mutigen Pallottiner gesprochen.

 

P. Franz Reinisch - Bernadette Weimer im Gespräch mit Franz-Josef Tremer - Teil 1
Bistum Würzburg 180408 - FranzReinisch_T[...]
MP3-Audiodatei [7.6 MB]
P. Franz Reinisch - Bernadette Weimer im Gespräch mit Franz-Josef Tremer - Teil 2
Bistum Würzburg 180408 - FranzReinisch_T[...]
MP3-Audiodatei [4.5 MB]

Radioredaktion des Bistums Würzburg

Sendetermin: 08.04.2018

 

P. Franz Reinisch - Oliver Gierens im Gespräch mit Franz-Josef Tremer
Radio Horeb_ Reinisch-Musical_Franz-Jose[...]
MP3-Audiodatei [5.6 MB]

Radio Horeb

Format: "Interview des Tages"

Sendetermin: 11.04.2018

 

Übrigens, es gibt noch Tickets für Kurzentschlossene - und zwar hier:

 

Tourist-Information Arkadenbau, direkt im Kurgarten

Telefon
+49(0)971 8048 -444

Online
www.bad-kissingen.de

 

Gesichter der Vergangenheit und ihre Botschaft für Heute

P. Reinisch ist Thema beim Studientag des Pallotti-Instituts

Liebe Reinisch-Freunde,

 

eine herzliche Einladung an Sie!


Im Rahmen des Studientags des Pallotti-Instituts der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar mit dem Titel "Gesichter der Vergangenheit und ihre Botschaft für Heute" am 23. Juni wird der Postulator des Seligsprechungsprozesses für P. Franz Reinisch, P. Dr. Heribert Niederschlag SAC, in einem Vortrag über den Pallottiner und dessen Gewissensentscheidung sprechen.

 

Alle Informationen finden Sie auf dem Einladungs-Flyer.


Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Countdown zur Uraufführung in Bad Kissingen läuft!  

Reinisch-Musical stößt auf "bewegtes" mediales Echo

Liebe Reinisch-Freunde,

 

Ende Februar wurde Wilfried Röhrigs „GEFÄHRLICH Franz Reinisch. Musical über einen Aufrechten“ von dem Komponisten und Autor sowie den Veranstaltern und Vertretern der Kommunalpolitik in Bad Kissingen, dem Ort der Uraufführung, der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Bistum.TV aus Würzburg hat darüber berichtet.
 

Für die freundliche Bereitstellung des Beitrags bedanken wir uns herzlich!

“Aufrecht mit allen Konsequenzen”

Akademieabend stellt Franz Reinisch in den Mittelpunkt

Fotos: Markus Hauck, Pressestelle Bischöfliches Ordinariat Würzburg (POW)

Rund 40 Personen trafen sich am Abend des 23. Februar im Burkhardushaus in Würzburg, um mehr über P. Franz Reinisch, dessen beeindruckende Gewissensentscheidung und über Wilfried Röhrigs „GEFÄHRLICH Franz Reinisch. Musical über einen Aufrechten“ zu erfahren.

Die Domschule Würzburg und die Schönstatt-Bewegung hatten für den Akademieabend hochkarätige Referenten gewinnen können: den Reinisch-Experten Martin Emge, Regionaldekan in Forchheim, und den renommierten Moraltheologen Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff aus Freiburg/Breisgau. Der Titel der Veranstaltung: “Aufrecht mit allen Konsequenzen”.

Martin Emge stellte die Biografie und das priesterliche Wirken Franz Reinischs vor. Dabei vergass er nicht, auch die charakterlichen Aspekte des Pallottiners herauszuarbeiten. Stärken, wie seine Begeisterungsfähigkeit und seine Kommunikationsfreude, aber auch Schwächen, wie sein leidenschaftlicher Hang zum Rauchen oder sein oft stürmisches Temperament, zeichneten das Bild eines lebensfrohen und authentischen jungen Mannes, der als Priester Menschen erreichen konnte.

Eberhard Schockenhoff erklärte im ersten Teil seines Referates die Lehre des Gewissens bei Augustinus, Thomas von Aquin und John H. Newman. Ein wichtiger Punkt: nach Newman stehe das Gewissen des Einzelnen höher als der Papst.

"Das Gewissen im totalitären Staat“ beschäftigte den Wissenschaftler im zweiten Abschnitt seines Vortrags. Anhand der Gewissensentscheidung von Franz Reinisch und derer der beiden Seligen, Franz Jägerstätter und Bernhard Lichtenberg, skizzierte der Theologe die  Motive und Folgen der Kriegsdienstverweigerung und des öffentlichen Gewissensprotest aus christlicher Verantwortung.

 

Der Akademieabend im Zeichen von Pater Franz Reinisch endete mit einem musikalischen Veranstaltungs-Tipp: der Komponist und Autor Wilfried Röhrig stellte das mit Spannung zu erwartende Reinisch-Musical vor und präsentierte eine Auswahl seiner Kompositionen.

Das musikalische Stück über P. Franz Reinischs Gewissensentscheidung wird am 14. April um 19 Uhr im Kurtheater in Bad Kissingen uraufgeführt.

 

Informationen zum Ticketvorverkauf gibt es hier

 

Reinisch-Musical wird in Bad Kissingen uraufgeführt

Kartenvorverkauf für den 14. April 2018 läuft

 

Liebe Reinisch-Freunde,

 

das Jahr 2018 hat gerade erst begonnen und wir dürfen uns schon jetzt auf ein wunderbares Highlight freuen:

am 14. April 2018 wird Wilfried Röhrigs Bühnenstück GEFÄHRLICH Franz Reinisch. Musical über einen Aufrechten im Kurtheater in Bad Kissingen uraufgeführt!

Der Kartenvorverkauf läuft und wir freuen uns, viele von Ihnen bei dieser besonderen Premiere begrüßen zu dürfen.

 

Tickets erhalten Sie hier:

 

Tourist-Information Arkadenbau (direkt im Kurgarten)

Telefon +49(0)971 8048 444

Online www.bad.kissingen.de

 

 

Und hier geht es zu allen weiteren Veranstaltungsterminen und den bisher bekannten Ticket-Vorverkaufsstellen.

Christian Feldmann: "Menschen gegen den Hass"

Buchrezension in der aktuellen Ausgabe der "Regnum"

Foto: Angela Marlier

Liebe Reinisch-Freunde,

 

vielen von Ihnen dürfte der Autor Christian Feldmann ein Begriff sein. Seine Spezialität sind Biografien.
Auch P. Reinischs Lebensweg wurde von dem Theologen in seinem Buch "Einen Eid auf Hitler? Nie! Franz Reinisch: Ein Leben für die Menschenwürde" in Worte gefasst.
Im vergangenen September erschien Feldmanns Publikation "Menschen gegen den Hass: Porträts engagierter Juden und Christen". Darin skizziert er neben den Geschwistern Scholl, Edith Stein und Dietrich Bonhoeffer weitere beeindruckende Menschen, die sich dem Nazi-Regime auf verschiedene Weise widersetzten. Unter anderem auch P. Franz Reinisch.
Angela Marlier hat sich Feldmanns Portraits einmal genauer angeschaut. Ihren Eindruck gibt es zum Nachlesen in der aktuellen Ausgabe der Schönstatt-Zeitschrift "Regnum"!

Maria hielt ihre schützende Hand über ihn

Liebe Reinisch-Freunde,

 

am 1. Februar 1903 wurde Franz im österreichischen Feldkirch von seiner Mutter Maria auf die Welt gebracht.
Gleich am nächsten Tag, zu Mariä Lichtmess, liessen die tief gläubigen Eltern ihren Neugeborenen im Dom von St. Nikolaus taufen. Ihr Kind sollte ein Geschenk für die Gottesmutter werden. Damit verbunden die Hoffnung, der Sohn möge sein Leben lang unter ihrem Schutz stehen.
Auf den ersten Blick scheint es, dieser Schutz habe Franz spätestens dann verlassen, als er nach seiner Eidesverweigerung inhaftiert und zum Tode verurteilt wurde.
Er selbst aber verlor nie den Glauben an die schützende Kraft Marias:

 

"MTA, laß mich in diesen Tagen noch stark reifen, damit ich Deinem großen Zeichen: Licht-, Kampf- und Siegeszeichen folge in Treue und so erlebe die Wahrheit des Wortes: in hoc signo vincam (In diesem Zeichen werde ich siegen). Ich selber aber will eine lodernde Liebesflamme, ein bereitwilliges Liebesopfer und ein glühender Liebesapostel werden, damit ich gereiche: in caritate Christi urgente ad infinitam Dei gloriam ad destruendum peccatum et ad sanandas animas! (Aus der drängenden Liebe Gottes und zur Vernichtung der Sünde und zur Rettung der Seelen). M.H.C. (Mater habetit curam - Die Mutter wird Sorge tragen)."

 

Franz Reinisch, Tagebuch aus dem Gefängnis, 25. Juni 1942

 

Pünktlich zu seinem Geburtstag veröffentlichen wir  traditionell unseren "Reinisch-Rundbrief". Auch in diesem Jahr können Sie unseren Rück- und Ausblick gerne hier kostenlos herunterladen.

„Franz Reinisch hat mich gepackt“

Im Gespräch mit Musical-Komponist Wilfried Röhrig

 

Liebe Reinisch-Freunde,

 

der Countdown zur Premiere des Reinisch-Musicals läuft! Das Stück von Wilfried Röhrig wird am Samstag, den 14. April im Kurtheater Bad Kissingen uraufgeführt.
Warum die Uraufführung dort stattfindet und wie die Idee zum Musical entstanden ist, beschreibt der Komponist und Autor in einem Interview mit Markus Hauck von der Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats Würzburg - und zwar hier.

 

Frohe Weihnachten & ein gesegnetes neues Jahr 2018

Liebe Reinisch-Freunde,

der Postulator des Seligsprechungsprozesses für P. Franz, Prof. em. P. Dr. Heribert Niederschlag SAC, und das Reinisch-Team wünschen euch fröhliche Weihnachten und ein glückliches neues Jahr 2018!

Liebe Reinisch-Freunde, dear Reinisch friends, querido Reinisch amigos! 
FROHE WEIHNACHTEN, MERRY CHRISTMAS, FELIZ NAVIDAD, FELIZ NATAL!

 

 

Video: Timo Michael Keßler

Exerzitien für Männer in Oberkirch mit "Reinischem Spirit"

Thema: "Neue Männer braucht die Welt!“

Liebe Reinisch-Freunde,
 
im Badener Oberkirch, so durften wir bereits mehrfach berichten, wird P. Franz Reinisch ein besonderes Denkmal gesetzt. Regelmäßig treffen sich hier Angehörige der Schönstattbewegung, um seiner zu gedenken. Erst kürzlich wieder im Rahmen von Exerzitien zum Thema: "Neue Männer – heilige Männer und Väter – braucht die Welt!“
Pfarrer Jörg Simon gestaltete die Besinnungstage und berichtet:
 
"Wer sich die Mühe macht einen Berg zu ersteigen, hat die Chance einen fantastischen Ausblick über die darunterliegende Landschaft zu bekommen. Vom Gipfel aus betrachtet, eröffnet sich ihm ein ganz neuer Horizont. Zu einer solch 'geführten' Wanderung, bildlich gesprochen, luden die Exerzitien der Schönstatt Männer 2017 ein. Eine neue Perspektive auf das eigene Leben gewinnen, Quellen des Glaubens neu erschließen um gestärkt in den Alltag zurückzukehren, war das erklärte Ziel dieser Tage. 15 Männer ließen sich darauf ein.
Anhand der Lebensbeschreibungen von Pater J. Kentenich, dem und seines Schülers Josef Engling zeichnete der Exerzitienmeister Pfr. Jörg Simon deren Lebens-und Glaubenswege auf.
Statio an der Pater Reinisch Stele, eucharistische Nachtanbetung am Freitag-Abend bis Samstag – Morgen, Gebet, Vorträge, Zeiten der Stille, die tägliche Eucharistiefeier im Heiligtum, bildeten den Rahmen dieser 4 Tage einer geistlichen Wanderung. Sie erschlossen den Teilnehmern manch neue Horizonte auf ihr Leben, gestaltet im Liebesbündnis mit der Gottesmutter Maria. „Es hat sich gelohnt“ – so das einhellige Resümee, der Männer. Bei dem festlichen Abschlußgottesdienst erneuerten 8 Männer ihre Mitarbeiterweihe und 3 Männer ihre Mitgliederweihe."
 
Herzlichen Dank für diesen Bericht und die fotografische Dokumentation!
 
Fotos: Manfred Schemel

Reinisch-Wege in Bamberg

Lebensstationen eines begeisternden Seelsorgers

Schon ein kleiner Lichtschimmer aus der St. Gangolfkirche hätte genügt, um die Polizei, die damals im alten Schulgebäude nebenan untergebracht war, auf den Plan zu rufen. Deshalb stellte der damalige Pfarrer Winter sein Amtszimmer für die Messfeier zur Verfügung (linkes Gebäude, die drei Fenster  im Obergeschoss ließen sich verdunkeln). Foto: Renate Siebenkäs

 

Bamberg, eine Stadt des Weltkulturerbes birgt ungeahnte Schätze. Nicht nur wunderschöne sehr alte Gebäude, sondern auch menschlich gelebte Spuren, die ein Pallottinerpater und Schönstattpriester als Märtyrer des Glaubens hinterlässt.

 

Seit 2013 gibt es die Reinisch-Wege. Am 16. September führte der Forchheimer Pfarrer Martin Emge und Reinisch-Experte anlässlich des 75. Todestages am 21. August 2017 eine Gruppe zu Kirchen und Gebäuden, in denen sich Pater Franz Reinisch nachweislich aufgehalten hat. Denn, so ist Pfarrer Emge überzeugt, „erst, wenn wir die Reinisch-Wege nachgehen und seine Orte besuchen, wird er lebendig.“

 

Zunächst gab Martin Emge einen kurzen Überblick über den Lebenslauf:

Wer war Pater Franz Reinisch? Er war ein Tiroler, der 1928 in Innsbruck zum Priester geweiht wurde. Bei einer Wallfahrt nach Lourdes reifte in ihm der Entschluss, Pallottiner zu werden. (Die Pallottiner sind eine religiöse Gemeinschaft, die 1835 vom Hlg. Vinzenz Pallotti in Rom gegründet wurde. Ihr Ziel ist es, die Laien im Glauben zu stärken.) Deshalb kam der junge Priester Franz Reinisch Ende 1928 nach Untermerzbach ins Herz-Jesu-Heim, um dort sein zweijähriges Noviziat zu beginnen. Insgesamt blieb er 5 Jahre und fuhr mindestens 30 mal nach Bamberg.

„Warum war Pater Franz Reinisch so oft in Bamberg?“ fragte ein Herr nach. Pfarrer Emge gab zur Antwort, dass der Tiroler Priester im Herz-Jesu-Heim hauptsächlich zur Ausbildung der Novizen zuständig war und u.a. Philosophie unterrichtete. Pater Franz wollte aber als begeisterter Seelsorger Erfahrungen sammeln und seine Freude am Glauben weitergeben. In Bamberg fand er das geeignete „Arbeitsfeld“.

Hier konnte er den Glauben unter das Volk bringen.

Martin Emge erklärte: “Die Bamberger haben ihn gemocht. Hier war er daheim.“

 

Bamberg eine Stadt des Glücks und der Heimat.

Das wurde an der Brudermühle deutlich. Die angestaute Regnitz rauschte sehr laut. Das erinnerte ihn an die Gebirgsbäche seiner Heimat. Im Wohnhaus von Thea Raab, auf der Mühleninsel neben dem Wasserwerk, fanden religiöse Gruppenstunden statt, ebenso im ehemaligen FT-Gebäude Fleischstraße 17. Die Druckmaschinen des Bamberger Tagblatts arbeiteten so laut, dass im Obergeschoss gefahrlos gesungen und gebetet werden konnte, denn in der Kriegszeit waren religiöse Versammlungen verboten.

Die Institutskirche der Englischen Fräulein diente als Ausgangspunkt für eine Wochenendwallfahrt nach Schönstatt. Pater Reinisch gehörte seit 1934 der Schönstattbewegung an. Hier feierte er im August 1938 eine Wallfahrtsmesse am Altar seines Namenspatrons, des hl. Franz Xaver.  

 

Dann folgten Stationen voll innerer Not

Der Einberufungsbefehl kam für den 14. April 1942. Jetzt musste sich Franz Reinisch entscheiden. „Auf das deutsche Volk kann ich den Fahneneid leisten, aber auf einen Mann wie Hitler nie.“ zitierte Frau Hanne Widera, die Herrn Emge bei der Führung mit unterstützte. Sie erläuterte auch, dass Hitler die Eidesformel ab August 1934 dahingehend änderte, dass der Eid auf den Führer des Deutschen Reiches und Volkes Adolf Hitler geleistet werden musste und nicht mehr auf das deutsche Volk.

In der Martinskirche hielt Franz Reinisch am Sonntag, dem 12. April 1942 eine heilige Messe, bevor er nach Innsbruck zu seinen Eltern fuhr, um ihnen mitzuteilen, dass er den Fahneneid auf Hitler verweigern werde. Eine schwerwiegende, weitreichende Entscheidung.

In der Langen Straße 22 (damals Adolf-Hitler-Str. 22) übernachtete er von Innsbruck kommend vom 14. auf den 15. April 1942. Dadurch verzögerte er ganz bewusst seine Ankunft in Bad Kissingen um einen Tag. In dieser Wohnung ließ er sein Brevier, seinen Kollar und andere Dinge zurück, weil er sie als Priester nicht mehr benötigen würde.

Die Amtsstube des Pfarrhauses der Pfarrei St. Gangolf war seine allerletzte Station in Bamberg. Nachdem Pater Franz Reinisch den Eid verweigerte, sollte er als Gefangener am 7. Mai 1942 unter Begleitschutz von Bad Kissingen nach Berlin ins Zuchthaus gebracht werden. Der zum Tod verurteilte Pater Franz konnte seinen Begleitschutz, einen Unteroffizier, dazu bewegen, in Bamberg bei Dunkelheit vom Bahnhof nach St. Gangolf zu gehen. Damit die Polizei, die damals schräg gegenüber der Amtsstube stationiert war, nichts mitbekam, konnte in der Kirche  die Messe nicht gehalten werden, weil sie dann das Licht verraten hätte. Der Unteroffizier, ein gläubiger Christ, ministrierte mit Pfarrer Winter. Es war für alle Beteiligten eine lebensgefährliche Situation, die sie alle bewusst in Kauf nahmen, um den letzten Wunsch eines Todgeweihten zu erfüllen.

Als der Unteroffizier mit Reinisch in Berlin später als erwartet ankam, rechtfertigte  er sich mit einem Fliegeralarm.

 

Gebetserhörung

Pater Reinisch versprach seinem Begleiter: „Wenn du einmal Hilfe brauchst, dann ruf mich an.“ Als der Offizier in Afrika als Soldat verschüttet war, rief er in seiner Not Pater Reinisch an. So wurde er entdeckt und herausgezogen. Das erzählte seine Tochter 1992 bei einem Lichtbildervortrag, anlässlich des 100. Geburtstag von Pater Franz Reinisch.

 

Hinrichtung durch das Fallbeil

Das war der beklemmendste Teil der Führung, als Pfarrer Emge erklären musste:

„Pater Franz Reinisch erwartete eine schnelle Hinrichtung. Er konnte aber damals im Mai noch nicht erahnen, dass er bis Ende August in  dieser Todessituation leben musste. Woher er die Kraft bekam, diese unmenschliche Lage auszuhalten? Als großer Marienverehrer erhielt er das Durchhaltevermögen von Maria, seiner himmlischen Mutter.“, so schloss der Reinischexperte.

 

Pfarrer und Regionaldekan Martin Emge erklärte die Reinisch-Weg-Stationen sehr anschaulich, feinfühlig und lebensnah, unterstützt von Gebeten, die Pater Franz Reinisch selbst geschrieben hatte.

Die Reinisch-Wege-Führung endete mit dem Impuls: „Was kann uns das Zeugnis dieses mutigen Mannes sagen?“

 

Text: Renate Siebenkäs

Säkulumsfeier in Innsbruck thematisiert P. Franz Reinisch

Neuer inhaltlicher Akzent überzeugte Pfarrgemeinderat

Liebe Reinisch-Freunde,
 
am Wochenende vom 8. bis 10. September fand in der Basilika in Innsbruck-Wilten die jährliche Säkulumsfeier statt. Im Fokus: das Leben und Wirken von P. Franz Reinisch.
Schon im Jahre 1781 wurde erstmalig eine neuntägige Andacht zu Ehren der Gottesmutter in Wilten gefeiert. Seitdem wird die Säkulumsfeier gemeinsam von den Mitbrüdern des ansässigen Stiftes und der Pfarrgemeinde immer im September zwischen den Festen Maria Geburt und Maria Namen begangen.
Ein Novum in diesem Jahr: die Themensetzung. Bisher wurde das Säkulum ausschließlich liturgisch umgesetzt. Mitglieder der Schönstattbewegung, das Ehepaar Eva und Erich Berger, schlugen dem Pfarrgemeinderat vor, in diesem Jahr mit P. Reinisch einen inhaltlichen Schwerpunkt zu setzen. Der positiven Reaktion des Rates folgte eine intensiv vorbereitete Programmgestaltung, bei der ein Vortrag des Reinisch-Kenners Pfarrer Martin J. Emge und die Präsentation des Dokumentarfilms "Pater Franz Reinisch" am Freitag den Auftakt bildeten. Im Hinblick auf die Frage der Bedeutung Reinischs in der heutigen Zeit erhielten die Teilnehmer an den beiden folgenden Tagen Impulse und hatten die Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen. Den Abschluss bildete am Sonntagabend eine Pontifikalmesse, die musikalisch von der Capella Wilthinensis begleitet wurde.
 
Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei Sr. Ingrid-Maria Krickl aus Memhölz, die das Säkulum mitgestalten durfte und uns ihre Fotos zur Verfügung stellt.
Sie berichtet:
 
"Es hat mich fasziniert, mit wie viel Liebe die Basilika in ein Rosenmeer verwandelt wurde. Selbst die Kerzenkapelle war mit Rosen geschmückt. Die Säulen waren wie ein Rosenwasserfall - da steckte so viel Liebe dahinter. Die göttliche Vorsehung hat auch dafür gesorgt, dass das Festantependium für den Hochaltar ebenfalls gestickte Rosen hatte.
Für mich war noch ein i-Tüpfelchen beim Abschluss-Gottesdienst, als ich 'Reinisch-Orgel' las - ein Zweig seiner Vorfahren waren ja Orgelbauern!"

Gedenken anläßlich des 75. Todestages von Pater Franz

Reinisch-Freunde treffen sich zu Vesper und Abendsegen

Abendgebet am Grab von P. Franz Reinisch (Foto: Timo Michael Keßler)

 

Liebe Reinisch-Freunde,

 

am 21. August 1942 wurde P. Reinisch in Brandenburg hingerichtet. Zu seinem 75. Todestag gedachten in diesem Jahr bereits am Vorabend seiner Pallottiner und Vertreter der Schönstattbewegung mit einer Vesper in der Kirche der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTHV) in Vallendar. Rund 70 "Reinisch-Freunde" nahmen teil und blieben auch noch zur Präsentation der  Film-Dokumentation „P. Franz Reinisch“ im Franz-Reinisch-Hörsaal, zum Gebet an seinem Grab und zum Abendsegen in der Gnadenkapelle.

HERZLICHEN DANK, liebe Reinisch-Freunde!

 

Alle Informationen, Fotos und Livestreams zu unserem Gedenken in Vallendar-Schönstatt und auch "anderswo" finden Sie hier.

Postulator trifft auf Relator in Rom

 Im Fokus: Abschluss des Prozesses in der "Ewigen Stadt"

Liebe Reinisch-Freunde,

der Postulator für den Seligsprechungsprozess für P. Franz, P. Dr. Heribert Niederschlag SAC, hält sich in diesen Tagen in Rom auf und traf sich dort am Dienstag (11. Juli 2017) mit Prof. Dr. Zdzislaw-Josef Kijas. Der Franziskaner ist sogenannter Relator der „Causa Reinisch“. Er steht P. Niederschlag schon jetzt mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Fragen um das bevorstehende Verfahren der Seligsprechung Reinischs in Rom geht. P. Kijas wird nach Abschluss des Verfahrens im Bistum Trier den Prozess begleitend weiterführen. Wenn alle relevanten und in Trier abgesegneten Unterlagen durch den Postulator Niederschlag übergeben worden sind, macht man sich in der „Ewigen Stadt“ an das Verfassen der sogenannten „Positio“, dem Grundsatzdokument für eine Seligsprechung. Dies geschieht in italienischer Sprache. Diese Fassung wird dann der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse in Rom übergeben und zunächst von einer Historikerkommission geprüft. Wenn diese „grünes Licht“ gibt, begutachtet eine Theologenkommission die Positio und gibt mit einer endgültigen Stellungnahme ihre Empfehlung für einen positiven oder negativen Bescheid an den Papst weiter.

Foto (Dr. Katrin Keller):
Prof. em. P. Dr. Heribert Niederschlag SAC (links) und

Prof. P. Dr. Zdzislaw-Josef Kijas OFM Conv. in Rom

Reinisch im Fokus der Jahrestagung

Leben & Wirken begeistern Mitglieder des Familienbundes

Liebe Reinisch-Freunde,

 

am Donnerstag, den 29. Juni 2017, sprach P. Dr. Heribert Niederschlag anlässlich der Jahrestagung der Diözesan-gemeinschaft Ost des Familienbundes Schönstatt auf dem Josef-Kentenich-Hof in Hillscheid im Westerwald über das Leben und Wirken von P. Franz.

Gemeinsam schauten sich die rund dreißig Teilnehmer im Anschluss den Dokumentarfilm "Pater Franz Reinisch" an und feierten danach alle zusammen den Gottesdienst.

Wir bedanken uns für die Einladung und das große Interesse an dem Leben und Wirken von P. Franz Reinisch.

Die überaus positiven Reaktionen haben uns in unserer Arbeit für den Seligsprechungsprozess noch einmal nachhaltig bestärkt.

Herzlichen Dank an die Diözesangemeinschaft Ost des Familienbundes Schönstatt!

Liebe Reinisch-Freunde in Österreich,

 

wir möchten euch auf folgende Veranstaltung aufmerksam machen:

 

BUCHPRÄSENTATION von DDr. Peter Pichler


„Leben und Wirken des Pallotinerpaters Franz Reinisch“
Donnerstag, 29. Juni 2017

 

19.00 Uhr Gedenkmesse in der Jesuitenkirche, (Schulgasse 4, Hall in Tirol)
20.00 Uhr Buchpräsentation im Barocken Stadtsaal
(Schulgasse 1, gegenüber der Jesuitenkirche)

 

Um Anmeldung wird gebeten:
Kulturamt, Karin Pfleger, Tel. 05223/5845-241

E-Mail: karin.pfleger@stadthall.at

 

"Mit Mut und Leidenschaft dem Bösen widerstehen“

Bad Kissinger erinnern an Pater Franz Reinisch 

v.l. Franz-Josef Tremer, Pfarrer Armin Haas

Foto: Sigismund von Dobschütz

Liebe Reinisch-Freunde,

 

rund 60 Teilnehmer trafen sich am Mittwoch, den 3. Mai, am Reinisch-Denkmal neben der ehemaligen Kaserne in Bad Kissingen und gedachten gemeinsam dem mutigen Pallottiner, der hier vor 75 Jahren den Fahneneid auf Hitler verweigert hatte und dafür letztendlich mit seinem Leben bezahlen musste.

 

"Mit Mut und Leidenschaft dem Bösen widerstehen“, so der Titel der Veranstaltungsreihe, die von der Pfarreiengemeinschaft „Jesus- Quelle des Lebens“, der Schönstattbewegung Rhön und der Akademie Domschule auf die Beine gestellt wurde. Bereits Anfang April stand Dietrich Bonhoeffer im Fokus, am 31. Mai wird Sophie Scholls Kampf für die Freiheit beleuchtet.

Franz Reinisch ist wohl derjenige unter den drei starken Persönlichkeiten des Widerstands, der in Bad Kissingen am intensivsten berührt. Schließlich ist seine Geschichte eng mit der Stadt verknüpft. Hier erwartet man den designierten Soldaten am 14. April 1942 zum Appell. Er jedoch zögert bewusst seine Anreise hinaus, erscheint erst einen Tag später in der Kaserne. Ein erstes Zeichen des Widerstandes, das er dem Regime klar und deutlich sichtbar entgegensetzt. „Sie scheinen wohl keinen Wert darauf zu legen, Soldat zu werden,“ stellt man in der Schreibstube schon ganz richtig fest. Franz erklärt mit fester Stimme, er würde dann Wert darauf legen, wenn er einem anderen Regime zu dienen hätte. Klare Worte. Für ihn gibt es kein Zurück mehr. Er verweigert den Fahneneid auf Hitler. Der Soldat wird zum Häftling.

Die Nähe zur Kaserne, in der P. Franz mit seiner Gewissensentscheidung seinen sicheren Tod besiegelt, bringt ihn den Reinisch-Freunden, die sich um den bereits im Jahr 2001 aufgestellten Gedenkstein versammelt haben, fast spürbar nah.

Pfarrer Armin Haas begrüßt. Er ist der Motor der Veranstaltungsreihe und er ist es auch, der gemeinsam mit vielen Mitstreitern, P. Reinischs Geist in Bad Kissingen „am Laufen“, kurz: wach hält.

Erika Seller hat zu diesem Anlass eine Blumenpracht an der Gedenkstätte arrangiert. Das tut sie nicht nur zu besonderen Anlässen. Sie sorgt gemeinsam mit Frauen und Männern aus Bad Kissingen dafür, dass die Erinnerung an P. Franz nicht verblüht.

Franz-Josef Tremer bringt Reinischs Geschichte immer wieder zu Gehör – auf verschiedene Weisen. Er forscht seit vielen Jahren nach Spuren seines Lebens und ist ein großer Unterstützer des seit Mai 2013 laufenden Seligsprechungsprozesses. Für P. Franz hat der passionierte Musiker Lieder komponiert. Eines, „Franz Reinisch, du Verehrter“, erklingt an diesem Abend und nicht nur in musikalischer Form hat Tremer etwas zu sagen:

„Dieser Franz Reinisch hat niemandem gehorcht. Alle standen gegen ihn: sein Orden, die Pallottiner, die Angst vor Repressalien hatten; die Moraltheologen und die Bischöfe, die auch Angst hatten vor Hitler, und natürlich der nazistische Staat selbst, der für Kriegsdienstverweigerung mit der Todesstrafe drohte. Einzig Gott und sein Gewissen rieten ihm, den Fahneneid und den Kriegsdienst zu verweigern.“

P. Franz Reinischs klare Entscheidung an diesem Ort schlägt in Bad Kissingen immer noch Wellen -  wie die kräftigen Töne der Trompete von Clemens Metz, der die Gedenkfeier mit feinen Untertönen sanft zum Vibrieren bringt. Wie das „Sterbelied“ Reinischs, das er kurz vor seinem Tod in seiner kleinen Gefängniszelle schrieb und das auch zu diesem Anlass, vorgetragen von Pfarrer Armin Haas, die Menschen tief berührt. Wie der Dokumentarfilm „Pater Franz Reinisch“, den sich alle anwesenden Reinisch-Freunde gemeinsam im Jugend- und Kulturzentrum anschauen, bevor sie nach Hause gehen nach einem Abend, der sie zurücklässt mit P. Reinischs Versprechen:

"Wenn ich einmal oben bin, werde ich manche Rose auf die Erde werfen."

Gedenkplatte für P. Franz in Höxter-Corvey

Pallottiner wird seit 1979 als "Blutzeuge" geehrt

Liebe Reinisch-Freunde,

 

in diesen Tagen hat uns Ricarda Schlenke mit einigen Fotos von der Gedenkplatte für P. Franz Reinisch auf dem Friedhof der Kirche und Kloster der Abtei Höxter in Corvey überrascht. Die Platte zeigt das Motiv einer Dornenkrone und ist gewidmet den "Blutzeugen des Glaubens 1933-1945". Benannt sind zwei dieser Blutzeugen: Franz Riepe, Steyler-Pater, und Franz Reinisch, unser mutiger Pallottiner-Pater. Der Stein wurde 1979 von der KAB (Katholische Arbeiter-Bewegung) aufgestellt.

 

 

 

Warum wird P. Franz in Höxter-Corvey gedacht?


Hier ein Auszug aus einer Niederschrift des Protokollbuches der Kath. Männer-Gemeinschaft "St. Nikolaus" Höxter (1935-1939):

 

"Arbeitsausschuss am 26. Okt. 1939
In der Zeit vom 15.-28. Oktober war P. Reinisch, Schönstatt, in Höxter und einigen Ortschaften des Dekanates. Veranlassung war die 25. Wiederkehr des Gründungstages der apostolischen Gebets- und Opfergemeinschaft. Am 18. Oktober hatten sich in der Kirche abends 8 Uhr vor einem schön errichteten Muttergottesaltar nicht nur Mitglieder der Schönstatt-Gemeinschaft, sondern eine Menge Freunde - darunter auch eine Anzahl Männer - eingefunden.
Die Feier scheint auch für unsere Männergemeinschaft, besonders für die Vertrauensleute, ein neuer Impuls ihrer Arbeit gewesen zu sein. Weil P. Reinisch am Sonntag nicht mehr in Höxter ist, waren die Vertrauensleute an einem Werktag Abend ins Kolpinghaus geladen. Es waren 24 Männer erschienen. Von den zum Militär eingezogenen waren fast alle, bis auf wenige Ausnahmen erschienen.
P. Reinisch wusste die Männer in seinem Vortrag zu fesseln. Er ging von der Zeitlage aus und folgerte daraus eine gesteigerte Einsatzbereitschaft jedes einzelnen Mannes. Am Schluss sprach er einige spezifisch schönstättische Gedanken aus. Als Außenstehender dieser Gemeinschaft merkte man, dass in ihr eine gewaltige Energie steckt, die vielleicht für das Schicksal der katholischen Kirche in Deutschland einmal entscheidend sein kann."

 

In einem Brief an den Hauptstandesleiter der Schönstatt-Männerliga berichtet ein Schönstattmann über die Gedenkstätte der "Blutzeugen des Glaubens" in Höxter-Corvey. Er schreibt:

 

"Einige Male besuchten wir Kirche und Schloss der Abtei Höxter-Corvey. Bei einem unserer letzen Besuche entdeckte ich auch Spuren von Pater Franz Reinisch. Auf dem Friedhof bei der Kirche des Klosters konnte ich einen Gedenkstein fotografieren. Der alte Sakristan erinnerte sich noch gut an das Wirken von P. Reinisch.
Auf einem kleinen Infoblatt heißt es dazu: Franz Reinisch geboren 1903 in Feldkirch Österreich, fünf Geschwister, zunächst Jurastudium, dann Theologie, 1928 Priesterweihe und Eintritt bei den Pallottinern. 1934 lernte er die Apostolische Bewegung in Schönstatt bei Koblenz kennen und schließt sich ihr an. In Ihrem Geiste wirkte er als Volksmissionar und
Männerseelsorger in weiten Teilen des früheren Reiches, so auch in Höxter und Umgebung. Seine deutliche Sprache über die Mächtigen von Damals brachte die Gestapo
1940 durch ein Redeverbot zum Verstummen. Darauf und auf den bald folgenden Bereitschaftsbefehl zum Eintritt in die Wehrmacht antwortete er mit der Ganzhingabe seines Lebens an Gott und die Gottesmutter. Dieses totale Lebensangebot, in der Sprache Schönstatts, Blanko-Vollmacht genannt, fand auf dem Schafott seine radikale Besiegelung.
Felix Hess"

 

Fotos: Ricarda Schlenke am 19. April 2017
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